Wissen Sie, wie Eisen aussieht?
Klar, grau oder silbrig.
Es kann aber auch grün sein.
Sagten Sie grün?
Richtig, grün.
Nun ja, schön poliert, bei grüner Beleuchtung...
Nein, nein, bei gewöhnlichem Tageslicht.
Ich glaube, Sie wollen mich veräppeln.
Nichts liegt mir ferner, aber ich erkläre es Ihnen später.
Wußten Sie eigentlich, daß Eisen auch durchsichtig sein kann?
Sagten Sie durchsichtig?
Genau, durchsichtig.
Vielleicht bei so hoher Temperatur, daß es gasförmig ist...
Nein, bei gewöhnlicher Zimmertemperatur.
Jetzt veräppeln Sie mich aber ganz sicher.
Keineswegs. Es kann sogar zugleich grün und durchsichtig sein.
Ich glaube Ihnen gar nichts mehr.
Na, dann sehen Sie sich das folgende Bild an:



  • Niemand wird ernsthaft bestreiten wollen,
      daß dieser Maschendraht grün ist.

  • Niemand wird ernsthaft bestreiten wollen,
      daß man durch diesen Maschendraht durchblicken kann.

  • Niemand wird ernsthaft bestreiten wollen,
      daß dieser Maschendraht aus Eisen hergestellt ist.

  • Ergo handelt es sich hierbei ganz offensichtlich um
      grünes durchsichtiges Eisen,
       
      eine Erfindung, die nur ganz gering unter der
      Entdeckung der asymptotischen Freiheit
      in der Theorie der Starken Wechselwirkung 1)
      und weit über den Beiträgen zur Quantentheorie
      der optischen Kohärenz 2) liegt.
       
      Der diesjährige Nobelpreis für Physik ist mir sicher.
1) Nobelpreis für Physik 2004 an David Gross, David Politzer und Frank Wilczek
2) Nobelpreis für Physik 2005 an Roy Glauber



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