Myn Vater isch en Appenzeller,
er frisst den Chäs mitsamt dem Teller.

Der Kanton Appenzell, im Nordosten der Schweiz gelegen, war von 1513 bis 1597 ein einziger Kanton (1597 wurde der Kanton in das katholische Innerrhoden und das reformierte Ausserrhoden geteilt). Er war einer der ärmsten Kantone; die Bauern konnten sich oft nur ein Stück Käse auf einer Scheibe Brot als Mahlzeit leisten. Daher stammt offenbar auch der obige Vers (der "Teller" war natürlich das Brot und wurde selbstverständlich "mitgefressen".)

Zu der jahrhundertealten Sennentracht gehört unbedingt auch die Appenzeller Pfeife, Lindauerli genannt. Die Pfeifen werden üblicherweise aus Birnenholz hergestellt und schwarz lackiert (die teureren Versionen sind mit stilisierten Edelweißen und Kühen aus Weißblech beschlagen) und innen "ausgeblecht". Die Pfeife wird — wie das Bild zeigt — mit dem Kopf nach unten geraucht. "Normale" Pfeifenraucher würden so ein Ding als absolut unrauchbar einstufen, aber Appenzeller Sennen gehören offenbar nicht zu dieser Kategorie; dafür produzieren sie immerhin den würzigsten Käse der Schweiz!







Kopf:   Birnenholz schwarz lackiert,
verziert mit Edelweißen
und einer Kuh aus Blech
Mundstück: Horn
Länge: 15 cm
Höhe: 5,5 cm
Durchmesser: 3,5 cm
Gewicht: 35 g
Füllvolumen:
Das muss ich hier
anders als gewohnt
berechnen,
nämlich nach
der Formel
für einen
Kegelstumpf:

V = h * π / 3 * (R2 + R * r + r2)
V = 4,3 * π / 3 * (1 + 0,25 + 0,0625)
also ca. 6 ccm



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