Filter oder nicht Filter, das ist die Frage

Für mich stellt sich diese Frage eigentlich nicht, und zwar aus folgenden Gründen:

Die meisten in Deutschland gefertigten (und auch die im Ausland für Deutschland hergestellten) Pfeifen sind für die so genannten 9-mm-Filter vorgesehen. ("So genannt" deswegen, weil der Durchmesser dieser Filter 8 mm beträgt.) Warum die Mehrheit der deutschen Pfeifenraucher so versessen auf Filter ist, habe ich nie ergründen können. Ich habe alle handelsüblichen Filter (ob Aktivkohle-, Meerschaum-, Kieselgur-, Papier- oder Balsaholz-) ausprobiert und kann behaupten, daß die Nachteile deutlich überwiegen.
Selbstverständlich kann man eine Filterpfeife auch ohne Filter rauchen. Jedoch kommt es dabei durch die Expansion des Rauches in der Filterkammer wieder zu mehr Kondensation. Also auch nicht das Gelbe vom Ei. So bleibt eigentlich nur, statt des Filters einen Adapter aus Kunststoff einzusetzen. Allerdings sind preiswerte Adapter so dimensioniert, daß sie möglichst in alle Filterpfeifen passen, das heißt, daß sie so klein sind, daß sich zwischen Adapter und Filterkammerwand Teer und Kondensat ansetzt, was wieder einen erhöhten Aufwand bei der Reinigung bedingt. Die Ideallösung wäre daher, für jede Filterpfeife einen speziellen Adapter herzustellen, der haargenau in Durchmesser und Länge der Filterkammer entspricht und den Rauchkanal auf ein "normales" Maß, also etwa 3,5 bis 4 mm, reduziert. Ja, und genau dies mache ich bei meinen Pfeifen. Natürlich geht das nicht ohne entsprechendes Werkzeug.




Bei geraden Pfeifen ist das völlig problemfrei. Anders sieht es bei gebogenen Pfeifen aus. Eines meiner Kriterien beim Pfeifenkauf ist, daß ich einen Pfeifenreiniger ohne Hindernisse durch das Mundstück bis in den Brennraum schieben kann. Das erfordert dann schon einiges Geschick bei der Herstellung eines Adapters bzw. des kompletten Ersetzens des Mundstückzapfens. Das Ergebnis sieht dann zum Beispiel so aus:




Ein Freund sagte einmal zu mir:
Wer eine Pfeife mit Filter raucht, der wäscht sich auch die Füße mit den Socken.


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