Immer wieder muß ich die Erfahrung machen, daß einige Hersteller beim Endpolieren der Pfeife Kopf und Mundstück getrennt behandeln. Daraus ergibt sich, daß die Kanten an Holm und Mundstück abgerundet werden und zusammengesteckt eine Kerbe bilden — übertrieben gezeichnet etwa so:


— und die Pfeife die "Nagelprobe" nicht besteht. (Wenn man mit dem Daumennagel über den Stoß zwischen Mundstück und Holm fährt, darf man bei guten Pfeifen nur eine hauchzarte Unebenheit spüren, bei sehr guten Pfeifen überhaupt nichts. Bei exzellenten Pfeifen funktioniert das sogar bei einem um 180° gedrehten Mundstück.)


Deutlich erkennt man hier den Einschnitt ...


... zwischen Holm und Mundstück, am besten zu sehen an dem durch das Blitzlicht hervorgerufenen Schlagschatten.


Mit einem Flachfräser mit genau in die Holmbohrung passendem Zapfen ...


... wird nun der Holm vorsichtig so weit reduziert, ...


... bis er außen wieder eine scharfe Kante aufweist.


Nun wird dem Mundstück mit einem Abstechstahl ...


... ebenfalls eine scharfe Kante verpaßt.


Anschließend wird der Stoß — sebstverständlich in zusammengestecktem Zustand — abgeschliffen, bis die Pfeife die Nagelprobe rundherum besteht. Eine Nachbearbeitung der Filterkammer erübrigt sich, da diese von Haus aus lang genug war, um die verloren gegangenen paar Zehntelmillimeter zu verkraften.


Zu guter Letzt wird noch poliert und gewachst, ...


... und dann kann ich endlich beginnen, das gute Stück einzurauchen.



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